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Gassigehen im Herbst und Winter und Spaziergänge im Dunkeln: „Sichtbarkeit ist Sicherheit“

Mit dem Slogan „Sichtbarkeit ist Sicherheit“ versucht der ADAC für die erhöhte Unfallgefahr für Kinder in der Winterzeit zu sensibilisieren – mit der dringenden Empfehlung reflektierende Sicherheitswesten in der Dämmerung und Dunkelheit zu benutzen.

Erschwerte Sichtbedingungen ergeben sich aber im Winter nicht nur durch die Dunkelheit, auch schlechte Wetterbedingungen (Nebel, Schneeregen) tragen dazu bei. Sofern du selbst Autofahrer bist, weißt du sicher wie schwer dunkel gekleidete Menschen gerade im Stadtverkehr zur Winterzeit erkennbar sind: Autoschweinwerfer, Leuchtreklamen und Weihnachtsbeleuchtung machen es teils sogar schwer das (recht kleine Licht) der Radfahrer zu erkennen – und dann erst nicht leuchtende Fußgänger!

Wir Hundehalter sind aber bei so gut wie allen Wetterbedingungen mit unseren Hunden unterwegs und gerade morgens und abends finden die erste bzw. letzte Gassirunde im Dunkeln statt – wer denkt da schon an die eigene Sicherheit und die des Hundes? Dabei ist es mit ein paar wenigen Handgriffen ein leichtes die Sichtbarkeit zu erhöhen!

Meinen Hund sichtbar machen

Prinzipiell kann jeder Hund auf zwei Arten besser sichtbar gemacht werden:
Durch reflektierende und durch leuchte Accessoires.
Beide haben Ihre Vor- und Nachteile und meist ist eine Kombination aus beiden die sicherste Lösung!

Reflektoren:

Wird dein Hund bspw. von einem Auto angeleuchtet ist es für den Autofahrer meist schwer bspw. Leuchthalsbänder wahrzunehmen, durch die Autoscheinwerfer gehen diese förmlich unter – hier helfen aber Reflektoren! D.h. gerade für die Städter unter den Hunden sind Reflektoren ein Must-have!

Möglichkeiten Hunde durch Reflektoren sichtbar zu machen:

  1. reflektierende Brustgeschirre: Dies ist eine besonders praktische Möglichkeit! Achten  jedenfalls darauf, dass das Brustgeschirr durchgehend mit Reflektoren versehen ist, so dass dein Hund gut sichtbar ist, egal von welcher Seite er angeleuchtet wird!
    Hat deinHund langes Fell unter dem das Brustgeschirr mehr oder weniger verschwindet? Dann sind reflektierende Westen sicher die bessere Wahl!
  1. reflektierende Westen: Diese können meist über dem Brustgeschirr getragen werden.
  1. reflektierende Mäntel: Sofern dein Hund einen Regen- und/ oder Wintermantel trägt empfiehlt es sich auch hier in ein Modell mit Reflektoren zu investieren.
  1. reflektierende Halsbänder: Die Fläche des Halsbandes ist um ein vielfaches kleiner als die eines Geschirres und die Sichtbarkeit des Hundes von hinten ist kaum gegeben – daher gibt es von mir dafür ausdrücklich keine Empfehlung.
  1. reflektierende Halstücher: Als besonders modisch angepriesen, vom Effekt aber nicht mit anderen Möglichkeiten vergleichbar – auch hier ist die Fläche im Gegensatz zu bspw. einer Weste verschwindend gering. Daher bekommen auch die Halstücher keine Empfehlung von mir.

Die Leine
Passend zum reflektierenden Brustgeschirr gibt es auch reflektierende Leinen – hier stört kein Fell und auch der Hundehalter ist damit ev. etwas besser sichtbar.

leuchtende Accessoires

Da Reflektoren eine externe Lichtquelle benötigen um zu reflektieren eignen sie sich auf einem dunklen Feldweg weniger – hier empfehlen sich leuchtende Accessoires! So siehst du immer wo genau sichdein freilaufender Hund befindet und entgegenkommenden Menschen wird die Möglichkeit gegeben deinen Hund früh genug wahrnehmen zu können.

Bitte bedenken: Manche Menschen haben Angst vor Hunden, andere sind mit einem Hund mit Hund-Hund Problematik unterwegs und wieder andere möchten vielleicht einfach nur höflich sein und langsamer auf dich und deinen Hund zuradeln.

  1. Leuchthalsbänder
    Für mich haben sich hier die Leuchthalsbänder der Firma Leuchtie bewährt – sie zeichnen sich v.a. durch ein helles und damit gut sichtbares Licht aus und sind von guter Qualität weshalb die Freude daran lange währen kann.Für sehr kleine Hunde habe ich leider noch keine zufriedenstellenden Leuchthalsbänder gefunden: Die Leuchties scheinen bei häufigem Gebrauch zu schwer für den zarten Hals und damit in Hinblick auf einen gesunden Bewegungsapparat nicht gerade förderlich. Die dünneren (und zugegeben deutlich günstigeren) Modelle anderer Firmen kommen bei Weitem nicht an die Leuchtleistung heran.Bitte achten Sie auch hier darauf, dass das Leuchthalsband jedenfalls von allen Seiten gut sichtbar ist und nicht im Fell Ihres Hundes verschwindet.Tipp: Leuchtie-tragende Hunde sind auch im Garten sehr angenehm 🙂
  1. Leuchtanhänger
    Es gibt mittlerweile viele verschiedene Anbieter von Leuchtanhängern, welche am Halsband, Brustgeschirr oder Mantel befestigt werden können. Das große Problem ist, dass die Hunde sich damit nicht wirklich gut wälzen können – tun sie es trotzdem schmerzt es, geht kaputt, weil es dem Druck nicht standhält oder beides. Auch ist hier immer zu bedenken, wie gut der Hund von allen Seiten sichtbar ist.

Tipp: Achte unbedingt darauf wie dein Hund auf das Leuchtaccessoire reagiert und stellen es auf Dauerlicht (und nicht auf blinkend).

Sichtbarkeit auch für den Menschen!

Allzu oft vergisst man an die eigene Sichtbarkeit zu denken – aber auch wir Menschen sollten zu unserer eigenen Sicherheit gut sichtbar unterwegs sein. Eine Warnweste mag nicht besonders schick sein, erhöht die Sichtbarkeit und damit die Sicherheit im Straßenverkehr aber enorm. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass selbst Menschen die nur hell gekleidet sind im Straßenverkehr deutlich besser wahrnehmbar sind.

Und: Auf unbeleuchteten Feldwegen kann eine Stirnlampe sehr nützlich sein.

Bonus: Sicherheit für beide Seiten!

Schlussendlich: Auch andere Verkehrsteilnehmer, sei es Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger oder auch Hundehalter freuen sich, wenn du und dein Hund gut sichtbar und damit frühzeitig erkennbar sind, statt plötzlich aus der Dunkelheit aufzutauchen!

Von |2018-01-06T16:44:53+00:0027.11.2015|Equipment|
Lara hat international mehrere Ausbildungen mit den Schwerpunkten Training und Verhalten von Hunden absolviert (D, USA online, UK), zusätzlich besuchte sie für ein Jahr einen Kurs zu Energetik und Tierkommunikation (AUT). Ihre Trainingsschwerpunkte sind Welpen und die Arbeit mit Hunden mit Verhaltensauffälligkeiten. Sie ist Mitglied der Netzwerke Trainieren statt dominieren und TOP-Trainer. Damit hat sie sich nicht nur dem modernen, gewaltfreien Umgang mit Tieren verschrieben, sondern gehört mit den TOP-Trainern der einzigen deutschsprachigen Vereinigung an, deren hohes Ziel es ist, effizientes Tiertraining auf höchstem Niveau anzubieten.

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