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Komondormix Layla hat Angst.

Zusammenhang von Geräuschempfindlichkeit und Schmerz beim Hund

Eine neue wissenschaftliche Untersuchung1 beschäftigt sich mit Hunden die unter Geräuschangst leiden2. Untersucht wurden zwei Gruppen, eine mit und eine ohne muskuloskelettale Schmerzen3. Es hat sich gezeigt, dass Hunde mit muskuloskelettalen Schmerzen

  • stärker geräuschempfindlich reagiert haben.
  • Orte, an denen sie schlechte Erfahrungen mit Geräuschen gemacht haben, stärker gemieden haben und die gemiedenen Areale auch größer waren.
  • deutlich später im Leben Geräuschangst gezeigt haben (weil ältere Hunde auch eher Schmerzen haben).
  • auch dazu geneigt haben andere Hunde eher zu meiden.

Die Autoren vermuten, dass der Schmerz sich verschlimmert, wenn der Hund sich durch ein Geräusch anspannt und die schon schmerzenden Muskeln und/oder Gelenke noch mehr beansprucht werden. Wichtig: Alle Hunde die Schmerzen hatten und behandelt wurden zeigten Verhaltensverbesserungen!

Hunde, die mit Angst auf laute und/oder plötzliche Geräusche reagieren, sollten daher regelmäßig von einem Tierarzt auf Schmerzen untersucht und im Fall des Falles auch behandelt werden!

Schmerzen zu behandeln führt nicht nur zu einem besseren und/oder schnelleren Trainingsergebnis und ist aus Gründen des Tierschutzgesetzes angezeigt, sondern das mindeste was wir unseren Hunden, dem viel zitierten besten Freund, schulden!

Weiterführende Informationen

1 Lopes Fagundes AL, Hewison L, McPeake KJ, Zulch H and Mills DS (2018) Noise Sensitivities in Dogs: An Exploration of Signs in Dogs with and without Musculoskeletal Pain Using Qualitative Content Analysis. Front. Vet. Sci. 5:17. doi: 10.3389/fvets.2018.00017
2 betreffend der Lautstärke, verschiedener Tonhöhnen oder plötzlicher Geräusche;
3 Schmerzen der Muskulatur und des Skeletts

Von |2018-08-14T19:19:43+00:0001.04.2018|Angst|
Lara hat international mehrere Ausbildungen mit den Schwerpunkten Training und Verhalten von Hunden absolviert (D, USA online, UK), zusätzlich besuchte sie für ein Jahr einen Kurs zu Energetik und Tierkommunikation (AUT). Ihre Trainingsschwerpunkte sind Welpen und die Arbeit mit Hunden mit Verhaltensauffälligkeiten. Sie ist Mitglied der Netzwerke Trainieren statt dominieren und TOP-Trainer. Damit hat sie sich nicht nur dem modernen, gewaltfreien Umgang mit Tieren verschrieben, sondern gehört mit den TOP-Trainern der einzigen deutschsprachigen Vereinigung an, deren hohes Ziel es ist, effizientes Tiertraining auf höchstem Niveau anzubieten.

2 Comments

  1. Anna 14. November 2018 um 13:52 Uhr - Antworten

    Ich denke gerade im Zusammenhang mit Geräuschen ist CBD-Öl einen Behandlungsversuch wert. CBD-Öl ist auch in der Lage, Schmerzen zu lindern, es wird u.a. zur Schmerztherapie auch bei Hunden eingesetzt, wenn sie z.B. unheilbar krank sind und man auf chemische Mittel verzichten möchte. Auch die Muskelanspannung kann damit reduziert werden, so werden gern zur unruhigen Jahreszeit um Silvester CBD Öle eingesetzt. Dabei ist das Öl nebenwirkungsfrei und total natürlich, ein wichtiger Vorteil! Informationen gibt es hauptsächlich auf Hunde-Info-Seiten aus den USA aber auch auf einigen deutschen Ratgebern: z.B. https://tier-gesund.de/cbd-oel/

    • Lara-Maria Nestyak 13. Dezember 2018 um 12:35 Uhr - Antworten

      Hallo liebe Anna,
      danke für die Ergänzung, CBD-Öl wirkt in der Tag bei manchen Hunden sehr gut (y)

      Der Vollständigkeit wegen für die LeserInnen: CBD-ÖL und Nahrungsergänzungsmittel ganz allgemein, können eine wunderbare Ergänzung zum Training und der Therapie sein. Bei kranken Hunden muss mit VeterinärmedizinerInnen zusammengearbeitet werden. Ich habe erst gestern mit einer hervorragenden Physiotherapeutin gesprochen, die VetCBD (www.vetcbd.at) empfiehlt – dieses ist in Bio-Qualität und der Herstellungsprozess besonders schonend.

      Liebe Grüße

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